Gelebte Inklusion……………..

Seit vielen Jahren veranstaltet der Körperbehindertenkreis der Ephorie Aue e.V. eine inklusive Bildungs- und Freizeitwoche für und mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Organisator ist Herr Dr. Matthias Müller, Vorsitzender des Vereins und Leiter der EUTB ( Ergänzende, Unabhängige Teilhabe Beratung ) Stelle Chemnitz des Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. In diesem Jahr stand 1 Woche vom 19.07. bis 26.07.19 in Naundorf bei Struppen ( Sächsische Schweiz ) auf dem Plan. In der Familienerholungsstätte „St. Ursula“ verlebten wir 7 Tage mit Vollpension und tollen Ausfahrten und rund um Versorgung, eben gelebte Inklusion. Die Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Sachsens hatten unterschiedliche Arten der Behinderung ( Hörgeschädigt, Körperbehindert und Blind ), aber ein Ziel: voneinander lernen miteinander umzugehen! Um die Pflege und Betreuung kümmerte sich ein 5 köpfiges Betreuungspersonal, darunter eine Pflegefachkraft, doch alle, die noch in der Lage waren mit zu helfen, gaben ihre Unterstützung, so das alle in den Genuss einer erholsamen Woche kamen, nach dem Motto: „Einer für alle, alle für Einen!“ Vom Bornaer Schwerhörigenbund nahmen wieder 6 Mitglieder teil, insgesamt waren es 19 Personen. Leider mussten 3 gemeldete Teilnehmer kurz vorher aus gesundheitlichen Gründen noch ihre Mitfahrt absagen. Nach der Ankunft wurden wir sehr freundlich mit Kaffee und Erdbeertorte willkommen geheißen. Die Zimmer waren barrierefrei, das Gelände ideal zum Erholen und Spazierengehen, nach wenigen Schritten kam man zu einer herrlichen Aussichtskanzel oberhalb der Stadt Wehlen, mit Blick auf die Elbe und den Sandsteinfelsen, ein wunderbares Fotomotiv. Die Woche war trotz der großen Hitze für alle sehr verträglich, interessant und lehrreich. Zwei Behindertenkleinbusse ( geeignet zur Mitnahme der Rollstühle und Rollatoren ) und ein Privat-PKW standen uns die ganze Zeit zur Verfügung. Eine Ausfahrt entlang der Elbe bis Decin (Tschechien), ein Besuch in Bad Schandau und im Kurort Rathen, die Festung Königstein, die Stadt Pirna, sowie eine Fahrt mit der Kirnitzschtal-Straßenbahn bleiben in unvergeßlicher Erinnerung. Natürlich durften auch Kaffeehaus-Besuche nicht fehlen, Eisbecher waren wegen der Hitze ein Muß! Nach dem Abendessen wurde im Gruppenraum der Freizeit der Tag ausgewertet, neue Programmpunkte und thematische Problemkreise besprochen. Da die meisten Teilnehmer schon seit vielen Jahren an dieser Inklusionsfreizeit teilnehmen, ist die Freude beim Wiedersehen immer groß. Wenn dann jemand aus verschiedenen Gründen nicht mehr dabei sein kann, sind alle recht traurig, praktizieren aber Inklusion, in dem sie ihn über den Freizeitablauf umfänglich informieren. Jedes Jahr wird ein neues Freizeitziel ausgewählt.

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